David Palumbo (USA)

Die bei Centipede Press angekündigte Prachtausgabe von Die Tore zu Anubis Reich beinhaltet neben vielen weiteren Extras auch eine Anzahl Farbtafeln, die in ihrer Großartigkeit allein die Anschaffung des Buches rechtfertigen. Geschaffen wurden die Kunstwerke von David Palumbo, der als freiberuflicher Illustrator schon eine Vielzahl herausragender Buchcover, Sammelkarten und Konzept Designs kreierte. Seine Arbeiten wurden bereits mit drei Spectrum Medals ausgezeichnet und in Gallerien von New York bis Paris ausgestellt. 

Weitere Informationen und eine Auswahl seiner Werke finden sich auf seiner Website.

Im Folgenden gibt David zu seiner Arbeit für Tim Powers' Roman Auskunft:

Kannst du uns zunächst etwas über dich selbst erzählen - Biographie und wie du zum Malen kamst?

Ich habe mich schon immer für Kunst und Fantasy/SF interessiert und wuchs auch in einer Familie mit mehreren professionellen Künstlern auf (meine Mutter, mein Vater und mein Bruder), daher war Kunst ständig präsent und wurde gefördert. Ich studierte klassische Malerei an der Pennsylvania Academy of Fine Art und graduierte 2004. Zunächst verdiente ich meinen Lebensunterhalt mit Arbeiten für Galerien, seit 2006 bin ich freiberuflicher Illustrator vorrangig in den benannten Genres.

Du arbeitest hauptsächlich mit Ölfarben, was hältst du von digitaler Malerei?

Ölmalerei habe ich in der Schule gelernt, zu der Zeit steckten die digitalen Formen noch in den Kinderschuhen. Manchmal arbeite ich am Computer (meist in der Entwurfsphase zur Gestaltung der Komposition), aber bevorzuge noch immer das Gefühl der physischen Malerei und erfreue mich an den Originalen nach ihrer Fertigstellung.

Die Auswahl der illustrierten Szenen zeugt von genauer Kenntnis des Romans, kanntest du ihn oder andere Tim Powers-Bücher schon vorher?

Das Buch war neu für mich, als mir das Projekt angeboten wurde. Aber ich mochte es sehr und war sehr froh, Teil der Centipede Edition sein zu dürfen. Beim Lesen suchte ich bereits nach Szenen, die mich am stärksten beeindruckten und sortierte dann solange aus, bis letztendlich die endgültigen Bilder feststanden. Außerdem versuchte ich die Balance nach ihrer Position im Buch einzuhalten, so dass sie gut verteilt waren und sich trotzdem vom dargestellten Inhalt ergänzten.

Welche Szene im Buch beeindruckte dich am stärksten?

Visuell denke ich da an Horrabins Ende. Allerdings ist die Wahl wirklich schwer, da gibt es so viele und einige davon schafften es nicht als Illustration ins Buch. Eine Szene, von der ich es mir gewünscht hätte, war die, als der Romany Ka den Schädel hält, von dem er glaubt, es wäre der von Doyle. Aber sie passte einfach nicht. Tatsächlich waren da einige Szenen mit dem Ka, die großartige Gemälde abgegeben hätten, aber zu viele hätten das Bilderset zu stark in eine Richtung gelenkt. Ich hätte doppelt so viele Szenen illustrieren können und dennoch wäre mir der Stoff nicht ausgegangen.

Welches Buch würdest du gern illustrieren, wenn du frei wählen könntest?

Es ist ziemlich schwer, da nur ein Buch zu benennen. Aber eines an der Spitze wäre auf alle Fälle Alfred Besters The Stars My Destination (Tiger! Tiger!).

Die hier gezeigten Bilder sind eine Auswahl aus den Illustrationen, die David für die Centipede Press-Ausgabe schuf.

Die zwölf Stunden der Nacht
Brendan Doyle / William Ashbless / They are All Equal Now
 
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